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Ausstellungseröffnung Sandra Vater ORGANIC PATTERN 26.10.2017

  • Marianne Russ, Ilana Lewitan, Karin Wimmer, Nicole von Vietinghoff-Scheel, Susanne Graue

Wunderbarer Medienbericht von Susanne Graue aus ihrem Bog: „Life is all about“

Informationen zur laufenden Ausstellung  Organic Pattern

Sandra Vater 1984 / Deutschland / Germany

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

„Even out of stones that have been put in your way, you can create something beautiful.”

Johann Wolfgang von Goethe.

 

„Organic pattern“ ist eine Serie von Gipsplastiken, in deren formalen Fokus Wachstum, Schichtung und der Zwischenraum steht. Die erste Gipsarbeit erhielt die Nummer 60, ähnlich einer Nummerierung in einer Versuchsreihe, da es 59 Versuche brauchte, bis der Guss bestehen blieb. Dabei geht es um die Austestung der physischen Grenzen des Materials Gips. Thematisch steht „Organic Pattern“ im Zusammenhang mit Aspekten der Mikrobiologie nach Antoine Béchamp. Er untersuchte abgestorbene bzw. zerstörte Zellen und beobachtete, wie Mikrozyme aus sterbenden Zellen entstanden sind und sich zu neuen Zellen entwickel-ten. Er fand heraus, dass in Abhängigkeit des jeweiligen Organismuszustandes sich die Zellstrukturen wandeln. Mikrozyme haben die Möglichkeit, in einem inaktiven und zeitlich unabhängigen Zustand zu verharren, scheinbar Unsterblich zu sein.

Die Arbeiten stehen als parallele Erscheinung zum Phänomen der Mikrozymen und interpretieren darüber hinaus ihr Erscheinungsbild neu.

 

Text Katalog 1 x1 von Dr. Sabine Ziegenrücker/ Kunsthistorikerin

Sandra Vater hingegen schafft mit „Organic Pattern“ ein Objekt, dem neben dem unmittelbar sinnlichen Erfahren der vielschichtigen, an ein übergroßes Ei erinnernde Struktur, auch konzeptuelle Ideen zugrunde liegen. Die aus Schichten von Gips entstehenden Körper sind nach sogenannten Mikrozymen erdacht, die aus absterbenden Zellen inaktiv und zeitlich unabhängig hervorgehen.

 

 

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